Für eine Weile Zeit

 

Für eine Weile Zeit
wird fortgespült
was mächtig und verborgen in der Nacht.

Angetrieben was leise wog
in deren Tagesanbruch.

Und das Rauschen redet nicht.
Es bleibt bloß Sehnsucht
als salzig süße Qual.

Steinhart, dicht.
Blind und weich.
Der Rest ist Sand im Augenblick.
Für eine Weile Zeit.

veröffentlicht: Frankfurter Bibliothek - Jahrbuch für das neue Gedicht - Gedicht und Gesellschaft 2015
Das Geheimnis - Herbst
ISBN 978-3-93380045-9

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